Elemente

Die Bestandteile von
Thalasso

Meerwasser

Die wichtigste „Zutat" einer Thalasso-Kur ist Meerwasser. Damit es auch wirklich „frisch" ist, darf ein Thalasso-Zentrum nicht weiter als 300 Meter vom Meer entfernt liegen. Das Wasser wird vom Meer direkt in die Becken geleitet, nachdem es gereinigt und erwärmt wurde. Nur frisches Meerwasser enthält all die wichtigen Mineralstoffe und Spurenelemente, die sich positiv auf den Organismus auswirken.

Meeresklima

Gesundes Seeklima ist bedeutender Bestandteil einer echten Thalasso-Kur. Denn die reine, pollenarme Luft entlastet den Körper und heilt ihn durch Aerosole. Diese winzigen Meersalzteilchen, die im Sprühnebel der Brandung enthalten sind, stärken die Atemwege und das Immunsystem. Am stärksten ist die Reizwirkung auf den Nordseeinseln.

Schlick, Algen, Salz

Die „Schätze des Meeres" heilen und entspannen: Algen beugen Entzündungen vor, versorgen die Haut mit Feuchtigkeit und straffen das Bindegewebe. Eine Packung mit Schlick wärmt, reinigt und versorgt den Körper mit zahlreichen Mineralstoffen. Das salzhaltige Wasser wird in Form von Inhalationen, Trinkkuren und Bädern genutzt. Welch eine Wohltat für Haut, Bronchien und Muskeln!

All diese Kräfte des Meeres findet der Urlauber auf den Ostfriesischen Inseln.

Magisches Meerwasser

Weil die Salzkonzentration im Seewasser höher ist als die in unserem eigenen Blut, reagieren Körper und Haut optimal darauf und nehmen dessen Bestandteile leichter auf. Der Stoffwechsel wird angeregt, die Haut geglättet, Entzündungen gelindert.

Was kann Meerwasser?

Meerwasser regt die Durchblutung und den Stoffwechsel der Haut an. Das im Meerwasser enthaltene Kalium wirkt entschlackend. Die Mineralsalze und Spurenelemente stärken das Bindegewebe und sind wirksam gegen Cellulite. Meerwasser ist entgiftend und reinigend; es hat eine positive Wirkung auf Haut und Nägel - sowohl als Meerwasserbad oder in Form von kleinen Salzteilchen, die bei einem Strandspaziergang auf die Haut gelangen.

 

Um dem medizinischen Anspruch zu genügen, hat der Europäische Heilbäderverband folgende Kriterien für die Thalassotherapie festgesetzt:

  • Es gibt ein therapeutisches Konzept für definierte Indikationen unter ärztlicher Betreuung.
  • Der Behandlungsort liegt direkt am Meer, in unmittelbarem Einfluss des Meeresklimas.
  • Meerwasser steht zum Inhalieren und Baden zur Verfügung.
  • Es werden Anwendungen mit Meeresprodukten wie Algen und Schlick angeboten.
  • Einsatz der Heliotherapie: Primär wird die natürliche Sonnenstrahlung genutzt, bei ungünstigen Wetterverhältnissen künstliche UV-Strahlen.
  • Ausgedehnte Freiluftaufenthalte in allergenarmer und sauberer Seeluft, bevorzugt in der ufernahen Zone, fließen in das Thalasso-Konzept mit ein.
  • Es werden begleitende gesundheitsfördernde Maßnahmen wie Entspannung, Ernährungsumstellung und körperliche Aktivität gefördert.

 

Zusammenfassend wurde auf dem 1. Europäischen Kongress für Thalassotherapie 2002 in Warnemünde eindeutig festgehalten: „Eine Thalassotherapie ohne direkte Verbindung zum Meer, wie im Inland oder in den Bergen, ist aus wissenschaftlich-medizinischer wirkungslos".

Kostbares Klima

Leidet der Rest von Deutschland unter einer Hitzewelle, dann herrscht an Nord- und Ostsee meist eine kühlende Brise. Im Winter ist das Klima dank der großen Wasserfläche angenehm mild. Doch das Klima auf den ostfriesischen Inseln hat noch mehr positive Effekte auf den Organismus:

Klima mit Reiz

  • Das Reizklima an der Nordsee besteht aus einem heilsamen Zusammenspiel von Sonne, Wind und Meerwasser. Weil unser Körper ständig diesen Reizen ausgesetzt ist, wird er herausgefordert und das Immunsystem gestärkt.
  • Aber auch an der Ostsee wirkt sich die Kombination von Meeresluft, Sonneneinstrahlung und leichter Meeresbrise positiv auf den ganzen Organismus aus.
  • Die Luft an der See ist weitgehend frei von Allergenen und Schadstoffen. Allergiker und Asthmatiker können aufatmen.
  • Die Seeluft ist voller Salzpartikel, die sich beruhigend auf Bronchien und Lunge auswirken.

Schöner Schlick

Der Schönmacher aus dem Meer

Er ist grau, riecht etwas nach Fisch und sieht alles andere aus als ein Schönheitsmittel. Die Rede ist vom Meeresschlick. Und dennoch ist er eines der besten Mittel für schöne Haut und wird sogar in teuren Cremes und Packungen zu sündhaft teuren Preisen auf der ganzen Welt vertrieben.

Entzündungshemmend und tiefenheinigend

Was macht den Schlick so wertvoll? In ihm stecken viele organische Bestandteile wie Algen, aber auch Spurenelemente, Schwefel, Sauerstoff und Salze. Das alles in einer wesentlich komprimierteren Form, nämlich zehnmal so viel, als in Meerwasser. Als Packung oder Maske während einer Thalassotherapie angewendet, kann Schlick die Haut beruhigen, pflegen und reinigen. Er fördert die Durchblutung, erhöht die Spannkraft der Haut, lindert Juckreiz und sorgt für ein strahlendes Aussehen.

Der Schatz des Wattenmeeres

Zwischen Mai und August wird der Schlick aus dem Wattenmeer „gefischt“ und landet später als Schönmacher auf unserer Haut. Schlickanwendungen gibt es in der Thalassotherapie in Form von Masken, Packungen und Schlickbädern. Ein Schlickbad beispielsweise regt die Hautdrüsen und damit den Stoffwechsel an.